Ein Sommer ohne Söckchen

Weil Reisen nicht möglich war im letzten argentinischen Sommer und die Sehnsucht an mir nagt, krame ich in Erinnerungen.

Daran möchte ich euch ein wenig teilhaben lassen.

Das Video entstand bei Ramon, einem Gaucho der uns für eine Nacht in seiner Hütte aus Ästen und Laub einen Schlafplatz geben wollte. Eine Regenfront überraschte uns und das Weiterreiten unmöglich. Wir durften bleiben. Aus einer Nacht wurden einige Nächte und aus einer flüchtigen Begegnung eine Freundschaft zu dem warmherzigen Gaucho.

Hin und wieder reitet der Gaucho auf eine Berg in der Umgebung, wo Handyempfang ist. Das ist nicht selbstverständlich. Oft sind die Gauchos über Monate allein in den Bergen. Das einzige Kommunikationsmittel ist das Radio. Ein Sender, speziell für die die Gauchos in den entsprechenden Bergregionen, überbringt Grüße und wichtige Botschaften der Familien im Tal. Es werden vermisste Tiere ausgerufen und der Besuch der Krankenschwester angekündigt. Ja, es gibt Regionen, dort kommt eine Krankenschwester (manchmal auch männliche) einmal im Monat geritten und schaut nach den Gauchos! Das ist gut gegen Einsamkeit.

Der wehende Faden im Wind ist die Antenne.

Die Regenzeit ging vorüber. Wir konnten weiter reiten.

Alles geht vorüber. Nada es para siempre.

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