WIR

Roland, erfahrener Weitreiter und Abenteurer (www.rosagoeast.de und www.weitreiter.de) und Solveig (Huforthopädin und Hero´s Journey Instructor pilgern  mit ihren Pferden – bis März 2020 meist gemeinsam – durch die argentinischen Anden und leben ein einfaches Leben im Rhythmus der Natur.

Roland ist seit 2012 mit seinen Pferden Jefe und Trueno in Argentinen unterwegs. Mittlerweile sind es um die 10.000 Kilometer, die er entlang der Andenkordillere zwischen Chalten und der Sierra de san Luis unterwegs war.

Roland, der seine Pferde Jefe und Trueno 2012 in Patagonien kaufte, ritt im selben Jahr über 1000 Kilometer vom patagonischen Süden nach Bariloche. Dort warteten Jefe und Trueno auf einer Estancia nördlich des Lago Nahuel Huapi auf das nächste Abenteuer.

Im November 2014 setzt Roland seine Reise fort. Diesmal bin ich dabei.  Von einem Mapuche kaufe ich den Criollo-Mix Patas Blankas, den ich Söckchen nenne und begleite Roland von Bariloche in Richtung Norden. Einen argentinischen Sommer lang haben wir Zeit, um im Mai 2015 vielleicht in der Nähe von Mendoza anzukommen.

Aber das ist uns nicht so wichtig. Das Unterwegssein ohne den gewohnten Komfort und die alltäglichen Begegnungen mit den Elementen, den Menschen, Tieren, Pflanzen und uns selbst sind unser Antrieb.

Allerdings ist der Sommer 2014/15 unheimlich trocken – drei Monate lang fällt kein Tropfen Regen. Wir sind abseits der Pisten, in unbewohnten Regionen unterwegs. Deshalb haben wir Bedenken, unsere Pferde in den ohnehin schon trockenen Landschaften ausreichend und für uns stressfrei versorgen zu können. Nach 700 Kilometern entscheiden wir uns zur Umkehr. Durch atemberaubende Nationalparks führt unsere Reise. Im April 2015, nach 1400  Kilometern, erreichen wir den Lago Escondido nahe El Bolson. Auf einer wunderschönen Estancia dürfen sich Jefe, Trueno und Söckchen sich ausruhen und aufs nächste Abenteuer warten.

Im November 2016 lassen wir das deutsche Schmuddelwetter hinter uns und fliegen in den patagonischen Frühling. 27 ° Celcius meldet ein Freund aus Buenos Aires… In diesem Jahr reiten durchqueren wir den Bundesstaat Chubut und erreichen nach 5  Monaten, 1850 Kilometern und 500 Transportkilometern wieder unseren Ausgangspunkt nahe El Bolson. Dazwischen liegen spannende Abenteuer, Kraft zehrende Wetterkapriolen und immer wieder Begegnungen mit wundervollen Menschen.

„Bewusst langsam zu sein, aktiviert die Sinne. Wir entziehen uns eine Zeit lang dem rasenden Pulsschlag, der es schwer macht, genau hinzuhören. Im Strudel einer scheinbar immer schneller werdenden Zentrifugalkraft droht es uns fortzuschleudern: Von uns selbst, von den Menschen die uns nah sind, von der Natur, vom Wissen, was uns gut tut. Innehalten, um sich selbst wieder zu spüren. Um zu gesunden.“

Mai 2017: Wieder in Deutschland. In Patagonien hat es geschneit. Ich bin doch froh, die warmen Frühlingstage hier zu genießen. Und weitere 5 Monate meines Sabbaticals. Mit Stute Luzi, die eigentlich als Inge in Holland geboren wurde. Zum Ursprung zurück. Das wird mein nächstes Abenteuer sein.

Weitreiter Roland wird ab Herbst 2017 das patagonische Abenteuer mit unseren drei vierbeinigen Freunden, die uns so sehr ans Herz gewachsen sind, in den Anden fortsetzen. Söckchen wird von einem Begleiter geritten. Ich kann leider nur 6 Wochen im Frühling 2018 am Ende der Reise dabei sein und unsere Freunde mit ins Winterlager reiten.

Update 2018: Aus dem neuen Mitreiter sind drei Mitreiterinnen geworden: Chris, Tine und Magoa. Sie ritten Söckchen nacheinander vom November 2017 bis zum Mitte März 2018. Ich bin so dankbar, dass die drei so gut auf Söckchen aufgepasst haben!

Nach einer ziemlich abenteuerlichen Anreise (aber das ist echt eine extra Geschichte wert: Ohne Gepäck in Uruguay statt Argentinien…) konnte ich Söckchen endlich wieder in die Arme schließen. Und Roland. Aber das ist auch eine extra Geschichte.

Update November 2018: Seit Ende November ist Roland in Argentinien. Trotz vielen Anstrengungen kann ich erst vier Wochen später folgen. Doch Paul aus Amsterdam ist mit von der Partie. Na, das wird spannend?

Ich komme im Dezember 2018 in Villa Pehuenia an. Trueno fehlt. Unser „Alterspräsident“ ist nicht gut über den Winter gekommen. Deshalb hat Roland ihn in den Ruhestand geschickt. Nun lebt er in einer Pferdeherde am Rio Manso. Seine Stelle nimmt Inan ein, ein sensibler 6jähriger mit hohem Vollblutanteil.

Wir reiten vom Lago Alumine bis in die Sierra de San Luis. Ab Mai 2019  überwintern unsere Pferde auf einer Estancia in der Sierra.

Im Januar 2020 setzten wir die Reise fort und reiten von Las Lenas bis Loncopue. Der Virus beendet unseren Ritt vorzeitig im April 2020. 

Der April 2020 setzt noch mehr Endpunkte. Der sensible Inan, der mich so viel über Vertrauen gelehrt hat, ist an der Welt zerbrochen. Wir sind gerade in Deutschland angekommen und bekommen die Todesnachricht. Die Trauer macht unsere Herzen schwer.

Der April 2020 beendet auch unsere gemeinsame Reisezeit.

 Unsere „Nasen“ Trueno, Söckchen, Jefe und Inan (RIP)

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P1050249 - Kopie
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4 Antworten zu “WIR

  1. Hallo Roland, und Solveig (unbekannter Weise) , schön zu lesen, dass ihr „unterwegs“ seid! Lange nichts voneinander gehört, denke das letzte mal auf unserer Party vor 3 oder 4 Jahren ??? Gut, ich bin emotional immer noch auf dem Motorrad, aber das mit den Pferden scheint auch ne tolle Sache zu sein. Ich wünsche euch viel Freude, bei dem was ich tut, nicht mehr Probleme als ihr bewältigen könnt, und das was ihr euch so wünscht….. Vielleicht seid ihr ja mal wieder in Lippe, dann kommt uns mal besuchen. Pferde können im Garten grasen…. 😉

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  2. Hi Roland, schöne Grüße aus dem Weserbergland. Habe den Bog gerade gefunden. Auch von allen anderen schöne Grüße. Hajue

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  3. Hi Roland, eine schöne Weihnachtszeit 😉 und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Gute Weiterreise! Herzliche Grüße aus dem verschneiten Allgäu. Sonja

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